Archive for Dezember, 2008
Kcuf#006
“It was one of those days when it’s a minute away from snowing and there’s this electricity in the air, you can almost hear it. And this bag was, like, dancing with me. Like a little kid begging me to play with it. For fifteen minutes. And that’s the day I knew there was this entire life behind things, and… this incredibly benevolent force, that wanted me to know there was no reason to be afraid, ever. Video’s a poor excuse, I know. But it helps me remember… and I need to remember… Sometimes there’s so much beauty in the world I feel like I can’t take it, like my heart’s going to cave in.”
Ricky Fitts
No commentsCheap as
Die Scheibe der Haustuere war von innen gefroren, die Temperatur im Wagen lag in der Fruehe bei sonnigen -8 Grad, die Autobahn war angenehm leer, der Preis fuer einen Liter Diesel liegt im Moment bei unter 1 Euro, heute Abend treffe ich nette Ex-Kollegen und die allgemeine Laune ist hervorragend, da weitere freie Tage folgen. Ich freue mich!
Fantastisch, das alles.
No commentsGroteske Lokation
Ich sitze unter meinem Spotlight im Buero und reibe mir den schmerzenden Arm mit Traumeel ein.
Der Kollege fragt: “Sonnencreme?”
Das ist in dieser Lokation wirklich so grotesk, dass wir beide laut und irre lachen. Schoen.
No commentsMmh…

Wohnzimmer.
Mittelpunkt.
Partyzentrale.
Aufenthaltsraum.
Musikzimmer.
Chill-Area.
Blumenparadies.
Sonnentempel.
Zuhause!
No comments2018
Da mein Reisepass abgelaufen ist, habe ich mich kurzerhand aufs Amt begeben (muessen). Die Damen sind bescheuerterweise immer besonders nett, wenn man im Anzug vorstellig wird, weswegen ich einfach nach der Arbeit reingeschneit bin, um diesmal ein positives Amtserlebnis zu haben. Das macht sie prinzipiell nochmal ein weiteres Stueckchen unsympathischer und wirkt zudem auch total albern. Ist aber trotzdem tragischerweise so. Jedes Amt sieht seine Buerger leider am liebsten in der Arbeitskleidung des Establishments und schert sich kein Stueck um die persoenliche Identitaet des Einzelnen.
Der Pass ist zum Glueck schnell beantragt, sofern man ein biometrisches Photo von sich oder seinem Zwillingsbruder, sowie 59 € (!) als Bearbeitungsgebuehr zur Hand hat. Diesmal musste ich erstmals den Abdruck meiner beiden Zeigefinger scannen und verarbeiten lassen. Die gute Dame erklaerte mir auf besonderen Wunsch, dass dies zur Feststellung meiner Identitaet notwendig waere. Aha. Die Abdruecke wuerden aber im Amt selbst nicht gespeichert, nur von der Bundesdruckerei auf den Chip des Passes uebertragen und danach selbstverstaendlich geloescht. “Selbstverstaendlich”, nuschele ich mir in den Bart. Faszinierend, denke ich mir, als ob mein Gesicht, mein Wohnort und meine Unterschrift auf einmal nicht mehr ausreichen wuerden, mein Dasein zu bestaetigen. Toll.
Insgesamt ergibt sich leider ein fader Beigeschmack, da diese Prozedur doch sehr an eine erkennungsdienstliche Behandlung erinnert, die bislang Verbrechern vorbehalten oder in wenig demokratischen Laendern ueblich war. Jeder kann sich darueber seine eigenen Gedanken machen, ich allerdings gehe nicht davon aus, dass mich die Verarbeitung meiner Fingerabdruecke in irgendeiner Form weiterbringt. Ich hoffe instaendig, dass die deutsche Menschheit aus den letzen 100 Jahren gesamtdeutscher Geschichte gelernt und Lehren aus der Nazi- und DDR-Dikatur gezogen hat. Ueberdies sehe ich ausserdem nicht, dass diese Massnahme mit den Konzept der Datensparsamkeit einhergeht.
Lieber Buerger (der du nicht protestiert hast),
beschwere dich bitte nicht, wenn diese Daten irgendwann gegen dich verwendet werden.
Erinnere dich daran: Ich habe dich gewarnt!
Don’t believe the hype!
—
[Edit:] Die Koalition hat vor einigen Tagen einen Gesetzesentwurf beschlossen, nachdem Fingerabdruecke zukuenftig auch im Personalausweis aufgenommen werden. Dies geschieht (vorerst) auf freiwilliger Basis.
Die Zeiten werden rauer.
Wunder der Neuzeit
Irgendwann speicherte ich eine Telefonnumer eines Freundes falsch ein, merkte es ewig nicht und und rief schliesslich eben dort an, um nachzufragen, warum sich mein Freund wohl auf keine Textnachricht gemeldet habe. Die Gegenstelle hob ab, ich erkannte die Stimme nicht, fragte nach, wer denn wohl am Apparat sei und erhielt keine zufriedenstellende Auskuft. Es ertoente schliesslich Geschrei, Flueche wurden mir gegenueber ausgesprochen, es folgte eine verbale Szene, die man mit Fug und Recht als beleidigend beschreiben koennte. Ich war ueberrascht von soviel wuetendem Wahnsinn, bat freundlich um Entschuldigung wegen der Stoerung und wuenschte weiterhin noch ein schoenes und erfuelltes Leben. Klick. Aufgelegt.
Seitdem bekam ich, ab und an, zu den unmoeglichsten Zeiten, Anrufe von eben dieser Nummer in denen sich der Anrufer an seinem Geschrei ergoetzte und mich des verbalen Hausfriedensbruchs bezichtigte. Ziemlich unbeeindruckt von soviel Schwachsinn, habe ich seine Nummer auf meinen Mobiltelefon in die Blacklist verschoben. Nun ist wieder Ruhe.
Manchen Leuten kann offensichtlich nicht geholfen werden, das muss die Evolution im Lauf der Zeit erledigen. Ich freue mich drauf.
No commentsSchoen
Frohe Weihnachten, liebe Leute!
Lasst es euch gut gehen,
wir haben euch lieb!
Eure Freunde
Sme + Reg
Bubo scandiacus
Guter Baumschmuck wird immer noch stark unterschaetzt. Die hohe Kunst besteht, schlicht und einfach darin, den Spagat zwischen Geschmacklosigkeit und Stil perfekt hinzubekommen. Schneeeulen? Sehr passend, wie ich finde. Anbei eine thematisch extrem gute Umsetzung durch Anwendung versierter Schmueckkunst. Bitte jetzt: Begeisterungsstuerme und lauten Applaus fuer die Schneeeulen. Yeah!
Es darf sowieso nicht kitschig genug sein. Respekt.
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