::People of the sun::

Yeah, that'll do. Ta!

Archive for the 'Australien' Category

Don’t believe the hype!

... ... Australische Jugendkultur ist wohl ein Thema fuer sich. Fangen wir ruhig mal bei etwas kulturell Wichtigem und somit in Europa an. Voellig unterschiedliche Jugenstile treffen in der alten, westlichen Welt aufeinander. Bauern, Punks, Hippies, Freunde des New Age, Normalos, Gothics, u.s.w.. Jede Richtung hat seine eigenen Helden, seine Musik, Kultur, Klamotten, was auch immer. Australien wirkt, abgesehen von den ... ... Grossstaedten, was Jugendkultur angeht, ein bisschen eintoenig. Junge Menschen tragen hier in der Regel Kleidung der Marke Billabong (o.ae.) und sehen somit fast alle gleich aus. Hippe Haare, Sonnenbrille, dickes Grinsen, Shorts, T-Shirt, FlipFlops, that’s it. Fertig ist der typische (meist sehr nette) maenliche, australische Jugendliche. So einfach ist das. Die Surferkultur (siehe im Lexikon unter: Torquay) ist schuld, dass alle Leutchen rumlaufen, als ob sie grade ihr Board auf den ... ... Wagen geschmissen haben und nun vom Strand nach Hause wollen. Egal, wieviele hunderte Kilometer man vom Strand weg ist, die Leutchen sehen alle immer aehnlich aus. Surfen ist hip, verdammt hip! Doch, was bleibt? Ist es an den hippsten Orten, da wo alles anfing, auch wirklich gut? Wir wollten es wissen und haben uns ins Mekka des Surferns aufgemacht, an den Ort, wo angeblich Helden an jeder Ecke stehen, wo Boards mit zum Shoppen genommen werden, wohin sich alle Maedchen wuenschen, weil es vor wilden, ... ... gutaussehenden Surfern nur so wimmelt, wo Alle Style haben, wo die besten Wellen reinlaufen und wo aus Jungs Maenner werden. Wir sind nach Torquay gefahren. Ergebnis: Uiuiui! Weil Torqay einer der wenigen Orte auf unsere gesamten Reise war, der noch haesslicher ist, als im Guide beschrieben und die Leute vor Coolheit kam noch gehen koennen, haben wir beschlossen nicht ein einziges Photo davon zu veroeffentlichen und euch stattdessen Bilder von der Wiese hinter unsere Campsite zu zeigen. Die sind naemlich schoen und haben Style. Ein Tip noch: Geht nicht nach Torquay…wir fanden bessere Wellen und nettere Surfer an den unzaehligen, wunderschoenen und bislang “unenddeckten” Stellen der Ostkueste. Torquay ist nicht den Platz wert, auf dem es gebaut is. Don’t believe the hype!

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Great Asian Road

Achtung! Stein Ab Warnambool kann man sich entscheiden entweder schnell nach Melbourne zu rasen oder an der Kueste entlang der Great Ocean Road zu folgen. Wir haben den langsamen, aber schoenen Weg am Meer entlang gewaehlt, freudig erregt und gut gelaunt. Vieles gibt es zu entdecken. Vor allem aber eine sehr steinige, felsige Kueste, die vermutlich dann am besten wirkt, wenn das Wetter sich von seiner schoensten Seite zeigt. Da wir leider darauf immer noch keinen Einfluss haben, war es bewoelkt, kalt und ab und an gab es, zur Feier des Tages, auch ein paar Schauer. Fuer uns eine schwierige Situation…denn, wie erklaeren wir das bitte daheim? Die Bilder erscheinen matt, grau und ohne die gewohnte Sonne einfach nicht so Tower Bridge Wir! schoen, wie die Familie und der geneigte Leser es sonst gewohnt ist. Das ist deswegen so tragisch, weil wir davon ausgehen, dass die Artikel sowieso nicht gelesen werden und nur die Bilder die Leserschar auf die Seite treibt. Da das hier daher jetzt sowieso niemand liest, kann ich an der Stelle auch einfach meinem Papa zur (2ten) Hochzeit gratulieren, mein Beileid ueber den ueberraschenden Tod von Michael Engelhardt ausdruecken, mich nochmal uebers Wetter beschweren, unsere Familie, die Ex-Kollegen und Achim, Aka, Alex, Andi, Anja, Anna, Ari, Asianattack! 4 Apostel Benni, Ben, Beate, Bob, Chris, Christa, Christopher, Claus, Coco, Dagmar, Daniel, David, Dr. Strange, Donna, Die Kantinenchefin, Elena, Elke, Eva, Erik, Felix, Gerd, Gina, Gregor, Hannah, Hans, Hans-Peter, Hermann, Hilde, Iris, Isa, Iltis2000, Jayne, Jasper, Jenny, Jochen, Joerg, Jonas, Juergen, Kramps, Kerrin, Klaus, Koko, Laura, Leen, Lena, Jim, Ludwig, Maik, Max, Manfred, Manni, Manuel, Marc, Marcel, Mario, Marius, Martin(a), Mathias, Mattes, Craig, Mel, Michael, Miri, Mutti, Nikki, Oli, Olli, Olivier, Patrick, Peter, Phillip, Pinocchio, Froschmann, Ralf, Gerd+Guenther, Robert, Ram, Reg, Rob, Ronen, Sabine, Silke, Sandra, Sarah, Sean, Sebi, Sigrid, Simon(e), Ska, Steffi, Stacey, Stephan, Theresia, Thomas, Timm, Tobi, Thorsten, Ulli, Ufo, Ute, Grimmig 4 Apostel Verena, Walter Z., Woerni, Woody, Yvonne, Zas Zorro und vor allem Alle, die wir vergessen haben, herzlich gruessen, nochmal darauf hinweisen, dass in Australien Linksverkehr herscht (ist spannend, ruhig mal in der Heimat ausprobieren!) und zu guter Letzt nochmal drauf hinweisen, dass ich sehr stolz bin, dass meine Grossmutter mit ihren fast 80 Jahren auch froehlich im Internet mitliest (also, aehm, Bilder schaut) und sich sehr darueber freut, dass das Weltennetz so wahnsinnig informativ ist. Um nochmal drauf zurueckzukommen…die Great Ocean Road ist schoen, hat uns aber nicht soooo vom Hocker gehauen. Alles ist mal wieder wahnsinnig touristisch, vermutlich auch zu Recht. Die Felsen Schoen, II Schoen! sehen zwar ziemlich nett aus, wuerden aber noch besser wirken, wenn man sie fuer sich alleine haette. Und, nachdem wir uns zuletzt wunderten, wo all die Asiaten hin sind, fanden wir hier die Antwort. Auf der G.O. Road. Damit hat sich die Formel mal wieder bewahrheitet: Alle Asiaten sind dort zu finden, wofuer am meisten geworben wird. Naja, spaetestens als wir festgestellt haben, dass von den 12 Aposteln nur noch 4 im Meer stehen und der Rest als zusammengefallener Steinhaufen darauf wartet, weggeschwemt zu werden, hatten wir genug gesehen. Wir mussten weiter, weiter, weiter…auf der Suche nach dem wahren Australien.

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Wir sehen uns spaeter

Vorher Manchmal merkt man erst nachher, was man an bestimmten Sachen hatte. Spaetestens dann, wenn sie nicht mehr da sind. Nachdem mich mein geliebter Campingstuhl knapp 7 Monate begleitet hat, durch schoene (und noch schoenere) und natuerlich auch durch schwere Zeiten, heisst es nun Abschied nehmen. Alles kam ganz unerwartet und schliesslich sehr schnell. Eine unueberlegte Bewegung meinerseits veranlasste eine Lehne (meine Lieblingslehne!) dazu, sich das Dasein als Armlehne nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, um festzustellen, dass der Druck von oben einfach zu gross ist. Mit einem Knacken und ohne grosses Zoegern brach sie aus ihrem gewohnten Umfeld Nachher aus und machte sich auf, vielleicht in eine bessere Zukunft. Ich kann dazu nur sagen, Hut ab! Liebe Lehne, lieber Campingstuhl…ihr fehlt mir sehr und es war eine schoene Zeit. Mein Entschluss, mich von euch zu trennen, ist nicht persoenlicher, sondern vielmehr praktischer Natur. Wir koennen so einfach nicht mehr miteinander auskommen. Die gemeinsame Zeit war grossartig und toll! Vielen Dank fuer alles, vor allem fuer den grossartigen Halt. Ihr fehlt mir und wir sehen uns in einem anderen Leben sicher wieder…

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Zeit? Mir doch egal…

Beschreibung des Tages Holzfaeller Man ist als Camper doch schon ziemlich vom Wetter abhaengig und das zeigt sich nicht immer von der besten Seite. Die Weisheit, dass in Australiern immer gutes Wetter ist, kann man getrost vergessen. Von der Badehose bis zum Winterdress ist alles irgendwann mal zu gebrauchen. Regen ist dabei wohl mittlerweile nicht mehr konstant das ganz grosse Thema (weil es einfach viel zu trocken ist), dafuer war es zuletzt sehr oft verdammt kalt. Und weil grade Fruehling ?Bluelakeherscht, teilweise auch sehr windig. Das beides auch noch in Kombination ist dann leider unglaublich nervig. Wie dem auch sei, wir trotzen dem Wetter und kommen mit unserm Heizoeffchen gut zurecht. Irgendwie. Auf gehts: Der naechste Trip fuehrte uns von Robe nach Mt. Gambier, wieder mal einem Minenoertchen und die letzte groessere Ansammlung von Leutchen in South Australia auf dem Weg nach Melbourne. 30.000 Menschen leben hier friedlich miteinander und geniessen die Moeglichkeit, Vici! Bild mit Pflanzen jedes Wochenende um ihren Blue Lake (und niemand weiss, warum er soooo blau schimmert) zu wandern oder eines ihrer Sinkholes zu bestaunen. Wir haben froehlich mitgemacht, freuten uns zusaetzlich ueber umfangreiche Informationen zum Thema Vulkankrater und sind nach 2 Tage abgereist, puenktlich zum Beginn des Mt. Gambier Festivals, einer kirmesartigen Veranstaltung, bei der u.a. auch ein Paradies Mit Pflanzen am schoensten! Schnellholzhackenwettbewerb stattfindet. Yes! Brauchen wir wirklich nicht sehen. Dafuer war der Wildlife Park sehr schoen, auch wenn uns das Schild iritiert hat, dass ausdruecklich besagte “nur” den eigenen Muell zu entfernen und nicht den der anderen. Mmh. Nachdem es dann doch regnete (wir sind die Regenmacher!!!) sind wir, ohne zurueckzublicken, abgereist. Tschoe! Auf dem Weg nach Warnambool passieren wir wieder mal eine Grenze und merken rund eine Woche lang nicht, dass Victoria in einer anderen Zeitzone liegt und unsere ?, IIFriedhofUhren eine halbe Stunde zu langsam sind. Im Nachhinein faellt einem dann auch ein, dass man sich wunderte, warum viele Geschaefte so frueh schlossen…! Hehe. Zuviel Urlaub macht offensichtlich nachlaessig. Zeit? Mir doch egal! Warnambool war nochmal richtig schoen, eine nette Studentenstadt mit viele Cafès, einem wunderschoenem Strand und tagsueber hervorragendem Wetter. Nachts war es natuerlich einfach nur bitterkalt und ungemuetlich. Im naeheren Umkreis gibt es dann auch einiges zu tun…viele Antiquitaetenlaeden laden zum Stoebern ein, der Friedhof ist einer Sand der Autsch schoensten, den wir bisher gesehen haben (weil sehr alt) und im Tower Hill National Park gibt es schoene Wanderung, auf denen Emus und allerlei anderes Getier zu sehen ist. Betreten darf man ihn allerdings nur, wenn man sich dazu entscheidet, seine Feuerwaffen im Auto zu lassen. Die sind naemlich, warum auch ewig, nicht erlaubt. Komisch. Manchmal wundert man sich mehr als sonst…

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Erwartungen, Menschen usw.

Rau, wild, geil Moewen Wenn man nichts erwartet, wird man ab und an wirklich freudig ueberrascht. Das Oertchen Robe war so eine positive Ueberraschung. 1846 gegruendet und durch einen beachtlichen Aufschwung ueber die letzten 160 Jahre bis auf, sage und schreibe, 950 Einwohner angewachsen (hoehoehoeooooeeeeeeee), liegt Robe trotzdem relativ unbeachtet von der gesamten restlichen Welt sehr malerisch und schoen direkt am Meer. Ein kleiner Fischerort und auch wirklich nicht viel mehr. Einige Laeden, ein paar Cafes, ein Kino und ein bisschen Nippes, genannt Kunst, gibt es hier. Sehr viel Urlaubsathmosphaere und somit genau das, worauf wir nicht Obelisk Stuermisch vorbereitet waren. Der Campingplatz der Wahl liegt auf einigen Klippen und ueberblickt das offene Meer. Kurz und knapp, es ist wirklich schoen hier. Der perfekte Ort um einfach seine Seele baumeln zu lassen und sich endlich wieder mit den Dingen zu beschaeftigen, zu denen man sonst nicht kommt. Das haben wir dann einfach mal gemacht…

Interessant ist an Orten, in denen man ein bisschen laenger bleibt, immer die Entwicklung der Menschen und ihres Sozialverhaltens. Wie Einwohner und Shopbesitzer nach einigen Tagen anfangen, einen auf der Strasse zu erkennen (+ moeglicherweise sogar zu gruessen) und man vom Cafepersonal (nach dem zweiten Besuch) so Cafeathmosphaere Summer Wagon on the cliff stuermisch begruesst wird, als ob man ein langjaehriger Kunde, mit der Tochter des Chefs verheiratet und der Ueberbringer eines 1.000.000 $ Checks in einer Person ist. Immer wieder ueberraschend herzlich. Ja, Urlaub hat doch immer eine sehr soziale Komponente, die mitunter auch ein bisschen anstrengend sein kann. Auf Campingplaetzen z.B. residieren vor allem, und das duerfte keine besondere Ueberraschung sein, vor allem Urlauber. Zum groessten Teil sind das Australier, gemischt mit, je nach dem wo man sich befindet, einer mehr oder weniger grossen Anzahl Europaer. Asiaten findet man fast nie auf Campingplaetzen. Waehrend wir aus religioesen Gruenden versuchen Kontakte mit Deutschen zu vermeiden und die meisten Deutschen das mit uns aehnlich halten (ob das an der Kultur liegt?), wird man von praktisch jeden Australier ueberall und immer sehr schnell ins Gespraech Die Polizei raet... Bluemchen am Strand genommen. Sicherlich oft ein grosser Vorteil, da der Start eines, mitunter, tiefen Gespraechs somit sehr leicht von der Hand geht. Auf der anderen Seite hat das aber auch beachtliche Nachteile. Wir haben so mittlerweile, grob gerechnet, wohl einige hundert Male erzaehlt, was wir hier machen, wo wir waren und was wir noch vorhaben. Wir haben sogar schon drueber nachgedacht, kurze Handouts vorzubereiten, um die Gespraeche abzukuerzen. Egal, die Australier sind ein nettes Volk und somit macht es meistens Spass mit ihnen zu reden. Manchmal merkt man die Unterschiede der Kulturen aber sehr deutlich, vor allem in Dingen der Organisation: Nachdem wir heute in der Rezeption nach der Fernbedienung fuer den eingeschlossenen Fernseher in der Campkitchen gefragt haben, antwortet die nette, aber perplexe Dame, dass es nicht ueblich waere den Fernbedienung herauszugeben. Tata! Auf meine Blick vom Caravanpark Gegenfrage, wie der Fernseher dann wohl zu bedienen sein, sagte sie laechelnd, dass sie normalerweise vorbeikommt, das gewuenschte Programm einschaltet und spaeter den Fernseher wieder ausknippst. Hihi, ich habe versucht zu erklaeren, dass das in DE unueblich sei, aber sie bestand darauf. Wir haben dann dankend abgelehnt, ich wollte auf die Lautstaerkenproblematik dann auch nicht mehr eingehen. Wenn mir das jemand in Deutschland so erklaert haette, wuerde ich ihn definitiv fuer einen sehr, sehr boesen Menschen halten. In Australien aber muss man davon ausgehen, dass die Leutchen einfach nicht darueber nachgedacht haben, dass es vielleicht praktischer waere, die Fernbedienung einfach rauszugeben. Unsere Vermutung hier: Sie haben das einfach nicht als moegliche Loesung in Erwaehnung gezogen. Lustiges Volk, die Australier.

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Augen auf!

Parklife Faehre Auf dem langen Weg zwischen der Fleurieu Peninsula und Melbourne gibt es angeblich viel zu sehen. Gut das, dachten wir und haben uns viel Muehe geben, Spannendes zu entdecken. Der Weg um den Suedzipfel Australiens fuehrte uns schnell zum Murray River, den wir elegant mit einer Faehre ueberqueren durften, ein kostenloser Service nebenbei bemerkt. Weiterhin verlief der Highway oft relativ nah am Wasser entlang, vorbei am Coorong National Park, einem 145 km langen, parallel zur Kueste verlaufendem Gemisch aus Wassertuempeln, Lagunen, Duenen und Seen. Hoert sich ganz nett an und ist Gutes Seafood Muscheln wohin das Auge blickt es vielleicht auch, wenn man denn gutes Wetter hat. Hatten wir aber nicht. Bei uns hat es geregnet. Naja, und wenn man sich dann mal physisch in den Park getraut hat, hatte man das Gefuehl man steht neben einem Fischkutter, der Fischabfaelle transportiert. Es stank. Aber so ist Natur eben. Pelikane gab es dafuer reichlich und gesund und froehlich sind wir weiter nach Kingston SE gereist, einem Ort, der an Belanglosigkeit vermutlich kaum zu ueberbieten waere, gabe es da nicht die Big Lobster und eine ausgezeichnete Fischbude – “Lacepede Lobster” – direkt am Pier. Tatsaechlich sind die Meeresfruechte so gut, dass man sich wundert, wie man sie vorher irgendwo Big Lobster! Menue! anders essen und gluecklich dabei sein konnte. Satt und zufrieden haben wir anschliessend versucht unser Etappenziel, das kleine Oertchen “Robe” zu erreichen. Waehrend sich in Europa Landschaft nie voellig abrupt aendert, passiert das in Australien praktisch dauernd. Darauf vorbereitet, dass der Weg ab Kingston genauso langweilig und eintoenig sein wuerde, wurden wir daraufhin eines besseren belehrt. Nach einigen Kilometern erwartete uns, hinter einigen Huegeln, saftiges Weideland, Weinstoecke und Kiefernwaelder. Was ausgerechnet Kiefern da zu suchen hatten, bleibt wohl fuer immer ein Raetsel. Wie dem auch sei, animiert durch die fantastisch gruene und saftige Landschaft haben wir uns dazu hinreissen lassen, ausgiebig und anhaltend durch die Seitenfenster zu schauen, was, zugegebenermassen, nicht immer die beste Wahl ist. Vor allem, da mindestens ein Passagier – gerne der Fahrer – die Strasse im Irgendwie schoen da, oder? Blickfeld behalten sollte. Und so kam der Moment, auf den man in Australien immer wartet und doch nie wirklich vorbereitet ist. Waehrend einer lebhaften Diskussion ueber die unterschiedliche Farbe der grasenden Kuehe, machte ein knapp 2 Meter grosses Emu von seinem gotgegebenem Recht Gebrauch, jederzeit und wann immer es moechte, die Strasse zu ueberqueren. So auch jetzt und das direkt vor unserem Wagen. Ein normalerweise sicher schoener Moment jedes Reisenden, aus der Ferne und mit einer Kamera betrachtet…in unserem Fall der Ausloeser eines beachtlichen Verzoegerungsvorganges, zum einen um dem armen Tier nicht den Spass des Tages zu vermiesen und zum anderen die Unversehrtheit des Wagens und vor allem dessen Insassen zu garantieren. Glueck gehabt, kann man da nur sagen. Um Haaresbreite haben wir das Emu verpasst. Ein Aufprall mit knap 100 km/Std. haette beiden Parteien keinen Spass bereitet. Merke: Emus haben immer Vorfahrt. Puh.

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Gerd + Guenther, deutsch

Gerd + Guenther HahndorfRueckblick: Ab und an passieren doch erstaunliche und unfassbare Dinge. So auch in Hahndorf. Alles hat eigentlich in Alice Springs angefangen. Wir sassen Abends gemuetlich in der Campkitchen, als wir mit Gerd + Guenther (N. v. d. Red. g.) ins Gespraech kamen. Der Abend verlief sehr redselig und insgesamt ziemlich spannend, rueckblickend. G+G reisen durch Australien, oh Wunder, und werden dies ueber einen Zeitraum von 7 Wochen machen. Beide haben sich, man hoere und staune, 2 Jahre lang auf die Reise vorbereitet. Wirklich…2 Jahre! Sehr krass, wow! Da unser persoenlicher Trip ein “bisschen” laenger dauert und wesentlich spontaner geplant wurde, war teils kontroverser Gespraechsstoff garantiert. Waehrend sich unsere Planung praktisch mit jeder kommenden Kreuzung und jedem interessanten Strassenschild aendern kann, haben die beiden ihre 7 Wochen in Australien von DE aus komplett, bis auf jeden einzelnen Tag, planen lassen. Sie wussten z.B., dass sie an einem Das Wetter in Hahndorf war jetzt nicht sooooo toll... Bratwurst, Gulaschsupper. Mmh, lecker!!! bestimmten Tag Uluru sehen wuerden. Fuer uns undenkbar und auch nicht Sinn der Sache. Egal. Deutsche Gruendlichkeit eben. Lange Rede, kurzer Sinn. Man sieht sich im Leben immer zweimal, so sagt man…wir hingegen haben G+G mittlerweile schon zum dritten Mal getroffen. 1. Auf der Campsite in Alice Springs 2. Mitten in Adelaide (und Adelaide ist nicht grade so klein) 3. Vor den oeffentlichen Toiletten (ja, genau da) in Hanhdorf, einer laut Reisefuehrer aeltesten deutschen Siedlung in den Bergen Adelaides, gegruendet von einen Herrn Hahn, seines Zeichens Schiffskapitain, der die erste Ladung in Preussen verfolgter Lutheraner im Jahre 1839 dorthin brachte. Wir haben uns daraufhin dazu hinreissen lassen, gemeinsam Gulaschsuppe und Bratwurst zu verkoestigen und unsere Beziehung zu pflegen. Ergebnis: Deutschland lebe hoch, hoch, hoch! Vielleicht hat alles einen Sinn, auch wenn man ihn oft nicht im Ansatz erkennen kann…

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Fleurieu Peninsula, starte mit G: Goolwa

Klaus ist in guter Gesellschaft, rechtschreibtechnisch. Goolwa Wer glaubt Goolwas Zeit ist abgelaufen, liegt vielleicht nicht so ganz falsch. Seit 1880 (!) eine Bahnstrecke vom Oertchen Murray Bridge nach Adelaide gebaut wurde, hat Goolwas Hafen zunehmend an Bedeutung verloren. Schade. Das ist aber eigentlich auch total egal, da das Staedtchen eigentlich alles hat, was man sich als Reisender wuenscht. Einen schoenen Strand, ein bisschen Infrastruktur, nette Cafès und Port Elliot Kirche schoene Campsites. Ausserdem ist es ein prima Startplatz um nach Port Elliot oder nach Victor Habor zu kommen wo es von allem noch ein bisschen mehr gibt. Victor Habor schreibt sich uebrigens wirklich ohne “u”, da den Kollegen damals, bei der Uebersendung des Namens nach England, ein Rechtschreibfehler unterlaufen ist. Such ist life. Niemand ist perfekt Wir wollten in VH die Walsituation pruefen, waren aber leider einen Monat zu spaet…die Wale haben diese Ecke verlassen. Zu spaet, zu spaet. Dafuer gab es am Smile Tagsueber warm, Abends kalt wunderschoenen Strand von Port Elliot, im durch die Fruehlingsstuerme aufgewirbelten Meer, echte und wahrhaft lebendige Seeloewen. Natur pur und das alles ganz umsonst und ohne irgendwelche gebuchten Touren live zu erleben. Aber: Auf den Photos sieht alles schoen warm und urlaubshaft aus…und, so war es auch. Was man nicht sieht ist, dass es Abends bitterkalt wird. Irgendwas zwischen 5+10 Grad macht im Zelt wirklich keinen Spass. So ist es im Moment leider im Sueden. Kalt! Loesung: Wir haben, gezwungenermassen, 11$ investiert (aehm, bar bezahlt!) und uns ein elektrisches Heizoefchen zugelegt. Die letzten Tage waren naemlich kalt und konstant windig, was mich als alten Yeah, Baby.. Regs Photos sind die besten Windsurfer umso mehr schmerzt, als dass es offensichtlich nirgendwo in Australien moeglich ist, Windsurfgear zu mieten. Man muss sich die Situation vorstellen: Es gibt Wind, reichlich Wasser und somit alle Vorraussetzungen, die sich der froehliche Surfer wuenscht. Aber, es gibt kein Surfzeug! Arghhhhh! Ist wohl wie ein Wein ohne Glas, ein Auto ohne Reifen, ein Tag ohne Sonne oder eine Reise ohne Reg. Einfach total fuern Arsch!

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Adelaide stirbt!

Ciao, Tschuess, Goodbye Das oder aehnliches hoert man ziemlich haeufig, wenn man sich mit Australiern unterhaelt: Adelaide ist langweilig, Adelaide geht unter, Melbourne ist besser, etc.. Wir haben alle Ratschlaege ignoriert und sind hingefahren. Zum einen, weil Regs Mum von Adelaide abfliegen musste (Ciao Christa, schoen dass du da warst…! Beim naechsten Mal gerne wieder!), zum anderen, weil die Stadt doch einiges zu bieten hat. Wir empfehlen als Erstes, die Campingplaetze in der Innenstadt zu meiden. Ja!Marketsssss Es gibt naemlich nettere Plaetze an den huebschen Straenden. Wir sind nach einiger Sucherei in der Naehe des Stadtteils Brighton (ja, es gibt auch einen Pier) abgestiegen. Ziemlich teuer und auch recht ueberfuellt, dafuer aber eben ein bisschen ruhiger und, tatatataaaaa, direkt am Meer gelegen. Das Stadtzentrum ist von dort auch nur rund 10 km entfernt. Top, geht doch. Adelaide ist, obwohl angeblich 1.400.000 Menschen dort leben, recht einfach mit dem Auto zu erfahren. Alle Hauptstrassen fuehren naemlich ins Stadtzentrum und damit (auch) direkt in die Shoppingmeile. Diese sollte man gesehen haben, muss man aber nicht unbedingt. Shopping ist wohl ueberall gleich, so auch hier. Aber, die Innenstadt ist gruen und uebersichtlich, also steht einer Erkundungstour zu Fuss nicht viel im Wege. Schoen sind, nebenbei bemerkt, die ungewohnt alten Gebauede. Glenelg, Leen + ChrisBrightonGarniert wird das Stadtbild zusaetzlich mit modernen Buerokomplexen, die sich aber ganz nett einfuegen. In der Kombi sieht daher alles ganz huebsch und ziemlich aufgeraeumt aus. Schoen. Spannend und ein Muss im Zentrum Adelaides sind “The Markets”. Wie der Name schon sagt, ein (taeglicher) Markt, bei dem es allerlei Leckereien gibt: Frisches Brot, Aufschnitt, Gemuese, Fruechte, Suesses, Fisch und vieles mehr. Sehr nettes Ambiente, hat uns irgendwie an andere europaeische Maerkte erinnert. Das Abendessen wurde, pflichtbewusst, aus frischen “The Marktets”-Zutaten erstellt und war aeusserst lecker. Mmh. Wenn man dann vom Shoppen die Nase voll hat, lohnt es sich, fuer einen kleinen Spaziergang, an einen der nahen Straende zu fahren. “Glenelg” ist dabei ein gut erreichbarer Stadtteil am Wasser der leider, jedenfalls zu unserer Zeit, total ueberfuellt mit Main CitySeacliffepubertierenden Schulferiengeniessern war. Der Strand ist zwar recht annehmbar, viel lustiger war allerdings irgendwo in einem der zahlreichen Cafés der Hauptstrasse zu sitzen und den halbnackten Jugendlichen beim Balzverhalten zuzuschauen. Ist besser als Kino und wesentlich spannender. Schoenere Straende, aber weniger Unterhaltung gibt es in Brigthon oder Seacliffe. Ist einfach nicht so angesagt da rumzuhaengen, daher sind auch kaum jungen Menschen dort zu finden. Dafuer ist es ruhiger und definitiv sauberer. Daher: Einfach dort spazieren gehen und die Ruhe und Schoenheit geniessen. Empfehlen koennen wir auch einen Besuch im Zoo! Nicht besonders teuer und ziemlich spannend. Die Tierwelt ist hier auf jeden Fall deutlich anders als in Europa und dementsprechend sind die Zoos mit voellig unterschiedlichen Tieren bestueckt. East Tce Uiuiuiui Trotzdem, Loewen, Nashoerner und Giraffen duerfen in keinem Zoo fehlen und deshalb gibts die auch in Adelaide. Uerbrigens ist das Zoopersonal auch verdammt nett! Viele kompetente und hilfsbereite Menschen schmeissen mit Hilfe und Informationen um sich. Hat auf jeden Fall Spass gemacht. Nett an Adelaide ist auch, dass es fuer australische Verhaeltnisse recht viele Cafés und Kneipen gibt, vielleicht verursacht durch die vielen Studenten, die die relaxte Stimmung in Adelaide aufrecht erhalten. Wir empfehlen: Geht nach Adelaide und geniesst die gemuetliche und lockere City. Ist nett da.

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Europa in Kuerze

Wow, sieht auf der Karte alles so klein aus... Nur mal so am Rande: Alleine in den letzten 5 Wochen sind wir von Cairns nach Adelaide rund 4500 km , in der Zeit vorher von Canberra nach Cairns rund 10.000 km gefahren. Zusammen, wer weiss es, wer weiss es, ja dahinten in der letzten Reihe…ja, genau, knapp 15.000km. Damit der geneigte Leser mal ein Gefuehl dafuer bekommt, wie weit das eigentlich ist, gibt es diese nette Karte. Wir sind also in der Tuerkei gestartet und gemuetlich durch ein gutes Stueck Russland gereist. Von dort ging es dann langsam, aber stetig, nach Estland und mit einem kurzen Abstecher ueber Schweden, nach Daenemark. Naechster Stop war das deutsch-polnische Grenzgebiet, weiter gings nach Tschechien, ueber Ungarn, Kroation, Serbien und Albanien um schliesslich an der griechischen Grenze anzukommen. Die letzen 4500 km haben uns, alles in allem, nicht mehr als 5 Wochen Zeit und knapp 10 Liter Motoroel gekostet. Viel Spass jedem, der alles noch vor sich hat. Denn: Viel ist zu sehen…ist naemlich ein grosses Land!

;-)

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Anzeichen von Zivilisation

Sueden, Sueden! Glendambo Irgendwann ist man alles satt. Die langen Fahrten, die Hitze, den teuren Sprit, den Staub, die Unwirtlichkeit und vor allem das Nichts. Und trotzdem ist Outback einfach total faszinierend. Soviel Land und sowenig Menschen dazwischen, man wundert sich als Mitteleuropaeer oft, wie alles funktionieren kann. Und, es funktioniert wirklich! Die Menschen leben dort. Einfach so. Im Nichts. Um es mit Timmbos Worten zu sagen: “Komisch, ist aber so”. Belassen wir es dabei. Unser letzte Etappe auf dem Weg in die Zivilisation fuehrt uns ueber das Roadhouse Glendambo (kostenloser Kaffee, wenn man getankt hat, sonst nichts!), nach Port Augusta. Port Augusta Nichts Auf dem Weg dorthin zeigte sich der Outback nochmal von seiner schoensten Seite. Wahnsinnig abwechslungsreich, ab und an einfach nur Steppe, dann wieder Huegellandschaft und viel Gestein und spaeter karge Vegetation. Zwischendurch gabs dann alles auf einmal. Sehr spannend und endlich mal ein bisschen abwechslungsreicher. Nett. Port Augusta erwartete uns nach rund 500 km dann mit offenen Armen, so wie es eine Stadt mit Einkaufmoeglichkeiten und ein wenig Zivilisation eben kann. Herzlich, angenehm und, entgegen der Beschreibung im Lonely Planet, nicht haesslich. Wir sind dann einfach mal 2 Tage geblieben, haben ausgeschlafen, entspannt und einfach genossen, wieder unter Menschen zu sein. Und, weiter ging es: Kurz vor den Toren Adelaides liegt BBQ Uiuiui das Barossa Valley, ein Weingebiet in dem Wein seit 160 Jahren angebaut und schliesslich produziert wird. Die Fahrt dorthin fuehrte durch eine Gegend, die es an Schoenheit und Anmut (ja, ich trage jetzt grade dick auf) mit der Eifel aufnehmen kann. Aber mal im Ernst, der Weg war wirklich schoen, alle paar Kilometer gab es ein anderes kleines Oertchen, Kaffee + Kuchen und ein bisschen was zu sehen. Das Barossa Valley ist wirklich einen Ausflug wert, wenn man denn auf guten Wein wert legt und sich dessen bewusst ist, dass wir hier von australischem Wein reden. Wir haben uns aber die Weintouren geschenkt (vor allem, da wir mittlerweile sowieso nur noch 4 l – Boxen Wein kaufen) und sind ein bisschen im Oertchen Tanunda geblieben. Puenktlich zum Anfang der Fruehjahrsferien ? Barossa Valley sind wir angekommen und hatten somit das zweifelhafte Vergnuegen wieder mal auf einem total ueberfuellten Campingplatz zwischen tobenden Kindern und feiernden Familien zu residieren. Aber, so sind Ferien in Australien nun mal…jeder geht zelten, egal wohin und alle, einigermassen netten, Campingplaetze sind ueberfuellt. Schoen wars trotzdem. Tanunda wird auch als die deutscheste Stadt im Barossa Valley beschrieben…warum das so ist, konnten wir nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht liegt es an den lutherischen Kirchen und alten Cottages, wer weiss. Im Grunde war es uns auch einigermassen egal, wir waren einfach nur froh wieder an einem Fleckchen Australien angekommen zu sein, wo man regelmaessig auf Menschen und Infrastruktur trifft. Und dass es auch noch schoen war, war definitiv ein Bonus.

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Edelcamper aufgepasst!

PT Im Hardwarestore in Cooper Pedy haben wir das vermutlich wichtigste Utensil fuer den erfahrenen Edelcamper entdeckt! Lange haben wir danach gesucht und endlich gefunden: Die “Portable Toilet”. Fuer nur 25 $ inklusive 6 Beuteln ist das ja wohl das Schnaeppchen ueberhaupt. Es moechten sich bitte alle Leutchen bei uns melden, die Interesse an dieser einmaligen Erfindung haben, vielleicht koennen wir von hier den Versand organisieren. Oder, noch besser, einen Vertrieb nach Deutschland starten! Ha, von wegen, es gibt keine Geschaeftsideen mehr…

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Hoehlenmenschen live

Marlas Sonnenaufgang Welcome to SAUluru liegt hinter und ein ueber 1300 km langer Weg durchs Outback vor uns. Vom Uluru selbst sind es rund 250 km zurueck zur Abzweigung, wo wir auf den Highway Richtung Sueden kommen. Der naechste, auesserst wichtige Stop auf dem langen Weg zurueck zur Zivilisation ist Marla. Vor allem, um zu tanken. Ein verschlafenes Nest mit rund 80 Einwohnern. Wieder mal nicht viel mehr als eine Tankstelle, ein Restaurant und ein paar Haeuser. Strange... Cooper Pedy und die Hoehlenmenschen Trotzdem, die Fahrt war lang und wir blieben gerne. Ab und an fragt man sich dann doch, wie Menschen es schaffen koennen, gluecklich und zufrieden im Nirgendwo zu leben.Naja, sie schaffen es scheinbar, wobei die eigentliche Frage doch wirklich ist: Wo geht man Abends aus, wenn 250 km in jede Richtung kein Ort zu finden ist? Die Eingeborenen blieben die Antwort schuldig und wir haben Marla nach einem wirklich fantstischen und Staubig Underground netten Abend (Leen und Chris waren wieder da) verlassen. Unser naechstes Ziel: Die Stadt Cooper Pedy…was in der Sprache der Aborigines soviel heisst wie: “Loch des weissen Mannes im Boden”. Der Name ist dann auch berechtigt, da es im Umkreis der Stadt ueber 200.000 Minenschaechte gibt, teils offen, teils eingestuerzt. Angefangen hat alles Anfang des 20ten Jahrhunderts als ein junger Knabe auf einen Opal stiess und den Opalrausch einlaeutete. Seither sind Menschen aus 40 verschiedenen Nationen der Welt nach Cooper Pedy gekommen um ihr Schoen da, oder? Aufgepasst Glueck zu versuchen. Die Gegend ist dabei an Unwirtlichkeit kaum zu uebertreffen, kaum Vegetation, im Sommer bruellende Hitze bis 50 Grad und, weils so schoen ist, wenig bis keinen Niederschlag. Wirklich keine schoene Ecke der Welt. Trotzdem muss man es gesehen haben, da rund die Haelfte der Einwohner unter der Oberflaeche in sogenannten Dugouts wohnen. Eingeschlagen in den Fels, teils um der Hitze zu entfliehen, vor allem aber um heimlich im Wohnzimmer nach Opalen zu schuerfen. Wahnsinn! Reich geworden sind wir dort nicht, unter unserer Campsite gab es nur harten Boden und leider keine Opale…

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Im Niemandsland der grossen Steine

Entscheidung, jetzt! Windig? Ja!!! Wer nach Australien faehrt, muss den Uluru sehen! Und: Das einzige Foto, was die Familie wirklich interessiert, ist und bleibt das vor dem dicken, roten Stein. Damit wir alle Menschen (ja, uns selbst auch) gluecklich machen konnten, sind wir hingefahren. Ausgangspunkt aller normalsterblichen Reisenden zum Ort des Gesehens ist Alice Springs. Von dort geht es knapp 250 km Richtung Sueden, bis man in eine Sackgasse abbiegen muss, die auch nochmal rund 250 km Richtung Westen verlaeuft. Mmh. Am Ende des relativ langweiligen Trips gelangt man zum Uluru Resort, _dem_ Campingplatz vor Ort und ausserdem der einzigen Siedlung mit Daechern ueber den Koepfen. Eins war uns von Anfang an klar: Uluru, der Trip dorthin und alles drumherum wird sehr teuer werden. So war es auch…die Campsite war die teuerste, auf der wir in der Wir waren da! Uluru! Klassisch!gesamten Zeit in Australien gewesen sind und zusaetzlich, als waere es nicht vorher klar gewesen, die schlechteste. Aber, wenn stoerts? Leider erheiterte uns zusaetzlich das Wetter mit einem ordentlichen Sandsturm und gleichzeitig Temperaturen um die 38 Grad. Unheilige Mischung! Aber, Reisen in Australien ist kein Zuckerschlecken und wenn man dann mal auf dem Weg zum beruehmtesten Ort ist, soll es ja auch was besonders sein. So war es dann auch. Trotzdem gab es Stress! Am Nachmittag angekommen, hatten wir Probleme die Zeltheringe in den Boden zu rammen, weil der Boden gefuehlte 100 Jahre kein Wasser mehr abbekommen hat. Alles war uns egal, wir haben die Zelte notduerftig gegen den Sturm gesichert und sind Richtung Kata Tjuta aufgebrochen. Kata Tjuta ist eine wahnsinnig schoene Steinformattion, die rund 30 km vom Uluru entfernt im Nichts liegt und leider im Rummel um den grossen Stein ein bisschen untergeht. Aber: Es ist einfach nur schoen! Zusammengefasst verlief unser Aufendhalt im Niemandsland der Steine dann so: Ankommen, Zelt aufbauen, Kata Tjuta sehen, danach zum Uluru, Mond?4 Freunde! Sonnenuntergang sehen, zurueck zum Campingplatz, schlafen. Morgens: halb 5 aufstehen, abbauen, zum Uluru rasen, Sonnenaufgang geniessen, zum Kulturzentrum, staunen, 250 km zurueck zum Highway. Dazwischen: Kaffee! Etwas stressig, aber: Es hat sich gelohnt! Und das sehr!!! Der Anblick ist einfach unglaublich! Uluru ist tatsaechlich so rot, wie er auf Bildern in aller Welt aussieht und Kata Tjuta ist definitiv einen Ausflug wert, so wahnsinnig unreal im Nichts gelegen und wohl eher immer noch ein Geheimtip. Alles in allem sehr schoen und gut gesehen zu haben. Ach ja, Leen & Chris waren auch da. Wenn schon, denn schon!

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Best of Oestkueste…ein Reisevorschlag, fiktiv (Teil II)

Fortsetzung:Byron Bay Flat Rock Grafton umfaehrst du weitlaeufig, es gibt nichts zu sehen. McDonalds hat dort aber trotzdem guten Kaffee. Hihi. Pffff. Du nimmst daraufhin, total angetoernt, die Scenic Route nach McLean und faehrst kostenlos mit der Faehre ueber den River. Das macht nicht nur Freude, sondern ist auch die einzige Moeglichkeit, mangels Bruecken. So BONGGGG einfach ist das. McLean erfreut dich daraufhin wieder mit gutem Kaffee und vielen Malereien ueberall im Ort. Nice. Du bist gluecklich, faehrst weiter nach Ballina und zeltest am Flat Rock Tent Park, wo du direkt hinter dem Strand wohnst und den ganzen Tag Wellenreiten kannst. Perfekt! Byron Bay liegt nicht weit entfernt und weil du Lust hast Miss / Mr. Bikini 200x zu werden, erniedrigst du dich und gehst in die Backpackerpubs. Der Abend endet kotzend, Miss / Mr. Bikini bist du trotzdem nicht und ab geht’s nach Lismore. Die Stadt vergnuegt dich mit einer lockeren Studentenathmosphaere und von dort Brisbane ist auch schoen und so... Gold Coast planst du deine Trips, um in Nimbin Gras zu kaufen. Schliesslich willst du dir schliesslich und endlich die Birne komplett matschig rauchen. Nachdem du leider in Nimbin deinen Fueherschein wegen Drogenmissbrauchs am Steuer verloren hast, geht’s mit anderen Kiffern weiter an die Gold Coast. Surfers Paradise ist Glashouse Mountains zwar anders, als du es dir vorgestellt hast, trotzdem verbringst du einige Naechte in der Unterwelt und kaufst dir von einem zwielichtigen Asiaten eine neue Identitaet, inkl. Fuehrerschein. Somit bist du wieder am Start. Den Mercedes klaust du dir, physisch total fertig in der Nacht und auf geht’s nach Tambourine Mountain, um nochmal ein bisschen die Nase freizukriegen. Regenwald und gute Hoehenluft tuen deinen Nebenhoehlen nach dem ganzen Koks auch mal gut. Der Wein laesst dafuer morgens deine Kopfschmerzen schwinden. Top. Brisbane ist dein naechster Stop, durch den botanischen Garten faehrst du Microwavefood Wrecked Caloundra einfach direkt mit dem Wagen, zu Fuss gehen ist definitiv in deinem Zustand nicht mehr moeglich. Nach der folgenden Verhaftung und der verordneten Entziehungskur geht es dir besser, Brisbane erfreut dich daraufhin mit schoener Architektur und, aehm, vielen Bruecken. Schoen. Die Glashouse Mountains liegen auf dem Weg nach Caloundra, also haelst du mal an. Macadamia Nuesse kosten im Kilo 5 $ und du schlaegst zu. Mmh, lecker, lecker, schmecken gut. Alle. Caloundra bringt dich wieder auf den Revolte!!! Gedanken Sport zu treiben und du surfst dir am Riff den Speck vom Bauch. Top Wellen und perfekter Strand. Wahnsinn. Weiter geht’s nach Noosa Heads, du isst im Top-Restaurant vor Ort einen fiesen Pie (aus der Mikrowelle) und kotzt daraufhin der Bedienung auf die Theke. Dir reicht es langsam und du faehrst nach Gympie um das Gold- und Stadtmuseum anzuschauen. Ausserdem trittst du einer bislang unbekannten Untergrundorganisation bei, die mal wieder Palistinaensertuecher traegt. Ein Trend beginnt, wie schon so oft. Du wirst daraufhin, nach Verlassen des Ortes erneut verhaftet, wegen Schaendung einer Schaufensterpuppe im Museum. Es laeuft nicht gut fuer dich, aber du hast Spass und nur das zaehlt. Dein Touristenvisum ist waehrenddessen abgelaufen und du wirst ausgewiesen. Egal, nach 1 Monat kommst du wieder ins Land, eingeschmuggelt auf einem Frachter aus Hamburg. Du lernst Craig kennen und eine interessante …[Fortsetzung folgt…Weiter geht’s in Teil III, bestimmt bald!]

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Best of Oestkueste…ein Reisevorschlag, fiktiv (Teil I)

Bondi Beach Canberra, gestern und heute What to do, what to see? Das ist wohl die Frage. Dies soll ein kurzer Uerberblick ueber die, unserer Meinung nach, wichtigsten Orte an der australischen Ostkueste sein. Eine kurze, virtuelle und aeusserst fiktive Reise durchs Land. Wir empfehlen, je nach Geschmack, etwas mehr, oder weniger Zeit. Wir fangen einfach mal, wie der Zufall es will, da an, wo wir auch gestartet sind: Canberra (Achtung, korreke Aussprache: Kaenbra). Ist zwar direkt mal nicht an der Ostkueste, The grandest tallest tree in NSW dafuer aber die Hauptstadt Australiens und damit schon definitiv einen Ausflug wert. Canberra an sich ist nichts besonderes, das Parlament und das War Memorial muss man aber trotzdem gesehen haben. Das National Museum fanden wir nicht so beeindruckend, nach nicht mal 300 Jahren Geschichte lohnt sich ein Museum darueber halt nicht. Mmh, die Roemer bauten die Stadtmauer unserer Heimatstadt, da beeindruckt sowas nicht so wirklich…vor allem da die Kultur der indigenen (Ur-)Bevoelkerung nur kurz angerissen wird. Das Museum ist aber umsonst und der Kaffee gut. Weiter geht’s nach Sydney Koalasuppe, mmh, lecker Tuncarry-Foster Pelikan-Steak und ab nach Bondi Beach. Der ist voll, viele Backpacker und nicht sooo spannend, daher latscht man einfach einen Strand weiter und geniesst den ruhigen Bronte Beach. Sehr relaxed, alle Menschen sind sehr trainiert und schoen. Du auch? Falls nicht, egal, trink ein Bierchen und stoer dich abends nicht an den Kakerlaken. Also, unbedingt anschauen. In Sydney noch den Kleiderbuegel und die Oper fotografieren und Das Gefaengnis...fett, oder? weiter geht’s nach Norden. Auf dem Weg nach Seals Rocks liegt, 5 km hinter einer Schotterstrasse, der groesste Baum NSW. Wow und so, toll finden und weiter nach Tuncarry-Foster. Lecker ein Pelikansteak essen und auf geht’s, nach Port McQuarie. Die angemalten Steine am Pier haben noch ein paar freie Stellen und warten auf dich. “Chilp it, Yeah” hat noch keiner hinterlassen, vielleicht ist das jetzt ne schoene Anregung. Im Koalahospital vor Ort gibt es (noch) lebende und sehr suesse Koalas und die findest du bestimmt toll. Ist auch umsonst. Danach, Holland aus der Luft Botanischer Garten weiter. In South West Rocks campst du neben dem ehemaligen Gefaengnis und bist ueberrascht, dass Australier mit Steinen Haueser bauen koennen. Drinnen gibt’s ein Video ueber Vergangenes und die geraeumigen Zellen. Wie du es kennst. Weil du dir in Coffs Harbour eh die Big Faehre... Banana anschauen willst, haelst du auch hier und gehst spaeter in den botanischen Garten. Der ist naemlich richtig schoen, gruen und verdammt gut gepflegt. Ehrlich! Seafood gibt’s am Harbour und das auch richtig guenstig. Lecker. Ach ja, “Holland en miniatur” findest du in “De Clok Barn”. Eintritt ist nicht teuer und die kleinen, nachgebauten hollaendischen Haeuser werden durch einige Waterdragons garniert. Macht Spass und tut nicht weh…[Fortsetzung folgt…Weiter geht’s in Teil II, bestimmt bald!]

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OPAL, non-sniffable Fuel

DSC02327DSC02328Rein kulturell betrachtet hat Australien wirklich seine ganz eigenen Probleme. Kurz zusammengefasst kann man sagen: Die Integration der indigenen Bevoelkerung ist gescheitert. Schaut man sich einfach einen normalen Alltag auf den Strassen der Staedte an, wird auffallen, dass kaum ein Weisser mit einem Aboriginal spricht oder in sonst irgendeinem Verhaeltnis steht, es sei denn, ein Farbiger wird von einem Polizisten aus der Fussgaengerzone geschleift. Warum das Verhaeltnis so schlecht ist, kann einem niemand so richtig und ernsthaft beantworten. Vorurteile, seltsame Geschichten und vor allem viel dummes Zeug hoert man von den verschiedensten Schichten von Australiern. Moeglicherweise liegen die Probleme einfach in den unteschiedlichen Auffassungen, was im Leben wichtig ist. Aboriginal kennen z.B. kein Wort fuer Bitte / Danke, es ist in ihrer Kultur selbstverstaendlich zu teilen und das zu geben, was man hat. Fuer den weissen Man undenkbar. Wie dem auch sei, die Wut der Weissen wird durch relativ seltsame, lokale Gesetzgebungen weiter angeheizt. In Alice Springs ist es, durch den problematischen, trinkenden Teil der schwarzen Bevoelkerung, verboten, im Freien Alkohl zu konsumieren. Fuer die grillfreudigen Australier definitiv ein tiefer Einschnitt in ihr gottgegebenes Grundrecht. Offensichtlich waren DSC02322 DSC02323 aber die Probleme so schlimm, dass sich die Stadt zu diesem Schritt genoetigt sah. Bottleshops oeffnen auch erst gegen Nachmittag, Wein darf nicht in groesseren Mengen als 2 Liter pro Person pro Tag verkauft werden, ab 5 Liter Fluessigkeit insgesamt muss sich der Kauefer ausweisen (+ wird registriert) und das Durchfahren von Aboriginalgebieten mit offenen, alkoholischen Behaeltern kann sogar mit Gefaengnis bestraft werden. Dass sich der ein oder andere Australier eingeschraenkt fuehlt, kann man wohl gut nachvollziehen. Im Northern Territory gibt es zusaetzlich eine weitere, zweifelhafte Inititiative. Eine neue, nicht schnueffelbare Spritart wird hier verkauft: Opal Fuel. Weniger als 5 % “Aromastoffe” sorgen dafuer, dass das Schnueffelerlebnis weniger effektiv ist. Wir haben es nicht probiert, wir glauben es einfach mal. Der Nebeneffekt ist aber auch nicht ohne. Da dieser Sprit weniger Schmierstoffe beinhaltet und, obwohl Hochglanzbroschueren die Vertraeglichkeit bestaetigen, raten Locals dringend davon ab, ihn zu tanken. Vor allem bei aelteren Autos werden die Dichtungen der Benzinpumpe durch die fehlende Schmierung und die Andersartigkeit der Zusammensetzung undicht und verursachen teilweise kapitale Motorschaeden. Opal ist offensichtlich so ziemlich das schlechteste, was man dem Motor antun kann. Erfahrungsberichte von anderen Travellern bestaetigten das, im Nachhinein durch moegliche Reparaturen, teuere Vergnuegen, mehr als einmal. Wenn euch euer Wagen lieb ist: Tankt kein Opal, nehmt lieber den teureren “Premium Unleaded Fuel”. Euer Wagen wird es euch danken!

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Wycliffe Well – UFO Centre of Australia

DSC02293 DSC02292 Auf dem Weg nach Alice Springs liegt Wycliffe Well, eine verschlafene Siedlung im Outback. Eigentlich nicht viel mehr als eine Tankstelle, ein Roadhouse und ein Caravanpark fuer das ungeschulte Auge, wird dieser verschlafene Platz im Nirgendwo Ufoforschern aus aller Welt trotzdem ein Begriff sein. Wycliffe Well ist das Ufozentrum DSC02297 DSC02295 Down Unders, nirgendwo in Australien wurden und vermutlich werden mehr Ufos gesichtet. Der erfahrene Ufologen wird sicher nach Beweisen fragen…kein Problem wird der Besitzer sagen, er hat reichlich Fotos und somit mehr als stichhaltige Beweise fuer die Existenz ausserirdischer Umtriebe in Wycliffe. Angefangen hat alles mit einzelner Sichtungen in dieser Region, irgendwann DSC02299 DSC02298 hat die Presse davon Wind bekommen und mittlerweile sind Ufos und deren Reisende staendige Besucher auf dem Weg nach Wycliffe Well. Kann man sich auch verdammt gut vorstellen, der Weg ist weit und warum sollen die Ausserirdischen nicht auch mal einen Stop auf ihrer langen Reise machen und im Roadhouse eine Kleinigkeit essen? Im Shop und der Tankstelle wimmelt es DSC02305 DSC02304 von Zeitungsartikeln, Fotos und anderen Beweisen, wohin das Auge blickt. Der Besitzer steht offensichtlich im direkten Kontakt und denkt vermutlich darueber nach diesen aeusserst attraktiven Ort zum Weltraumflughafen auszubauen. Ueberreste eines gestrandeten Ufos sind zu besichtigen und einige Besucher sind immer noch vor Ort und koennen, bei genauer Beobachtung, auf den Daechern gefunden werden. Wer jetzt denkt der Kollege hat eine Schraube locker darf sich ruhig in ein Gespraech verwickeln lassen. Viel Spass jedem, der sich drauf einlaesst. “Krank, kraenker, Australier”.

;-)

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Tennant Creek –> Devils Marbles

DSC02252 DSC02243 Tennant Creek war nicht nur Ausgangpunkt der einschneidenen Entscheidung, Richtung Sueden zu reisen, wir haben auch unsere Freunde Leen + Chris wiedergetroffen, die einen ahenlichen Reiseweg gen Sueden vor sich haben und uns somit wohl ab und an ueber den Weg laufen werden. Nachdem wir in Mount Isa telefonisch ausgemacht haben uns in TC zu treffen, hat es dann auch wirklich geklappt. Der fehlende Mobilfunkempfang war zwar hinderlich, getroffen haben wir die beiden dann aber schlicht und einfach zufaellig im DSC02263 DSC02268 Supermarkt. So einfach ist das manchmal, Australien ist schliesslich auch nur ein Dorf…! Nachdem wir sie auf unserem, zugegeben, sehr trockenem Campingplatz untergebracht haben, ging es auch schon zum gemuetlichen Teil des Abends ueber. Es gab ein nettes BBQ und kuehle Getraenke, fuer die Herren wurde Wein, fuer die Damen Mixgetraenke gereicht. Die Firma Woodstock (Bourbon+Cola) sei dabei ans Herz gelegt. Guenstig, lecker, wachmachend und total erfrischend. Mmh! Den Abend ueber wurden DSC02285 DSC02286 Geschichten zum Besten gegeben, zuletzt hatten wir die beiden schliesslich in Bowen vor knapp 9 Wochen gesehen und viel war zwischendurch passiert. Am naechsten Morgen ging es dann, erstaunlich fitt, wieder los. Abreise ist immer ein bisschen anstrengend, die Zelte wollen abgebaut sein und alles moechte wieder im Wagen verstaut werden. Mit 3 Leutchen auf der Reise (Regs Mum begleitet uns noch knapp 14 Wochen) ist es immer ein bisschen spannend ob alles ins Auto reinpasst, irgendwie klappts aber doch immer. Ziel war heute: Alice Springs, 500 km Richtung Sueden und ziemlich genau in der Mitte Australiens. Auf dem Weg lagen die Devils Marbles, riesige Granitbloecke, Ueberbleibsel fluessiger Lava die ueber die Jahre erodiert sind. Ziemlich sinnlos im Nichts rumliegend, sehen sie DSC02287 DSC02291 vermutlich grade deswegen einfach unglaublich beeindruckend aus. Und, weils so schoen ist, darf man froehlich darauf rumklettern. Geil. Fuer alle Freunde des gepflegten Outdoorlebens und der lockeren koerperlichen Ertuechtigung sicher ein kleiner Traum. Obwohl, wenn alle Leutchen drauf rumklettern, ist vermutlich irgendwann einfach nix mehr da. Egal, wir habens gemacht, fuehlten uns kein bisschen schlecht und haben viele Fotos geschossen. Leen + Chris, die ein bisschen spaeter in TC abgefahren sind, holten uns ein und haben es somit auch nochmal geschafft, aufs Foto zu kommen. Schoen.

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Isa und seine Kumpel

DSC02215 DSC02200Einige Staedte sind einfach nicht so schoen, wie sie angepriesen werden. Mount Isa gehoert definitiv dazu. 20.000 Einwohner leben im Niemandsland auf dem Weg zum Stuart Highway, mit Blick auf die zentral in der Stadt gelegene Kupfer- und Zinkmine. Trotzdem, fuer uns war Mont Isa ein kleines Paradies auf dem Weg Richtung Darwin. Einige Tage lang konnten wir uns am, immerhin vorhandenen, Stadtkern erfreuen, in grossen, gekuehlten Shoppingcentren einkaufen und im Pool der Hitze entfliehen. Zwischen Cairns und hier war auf dem Weg praktisch keine Groessere Stadt mehr, auf immerhin 1500 km. Irgendwann freut man sich dann wirklich wieder ueber vernueftige Einkaufsmoeglichkeiten. Jedem, der meint ein bisschen Hitze waere wohl nicht so schlimm, kann ich nur empfehlen es selbst mal DSC02219DSC02217auszuprobieren. Der Anfang der Regenzeit steht in dieser Gegend kurz bevor und dadurch wird das Klima ziemlich unertraeglich. 35-37 Grad erwarteten uns im Schnitt in Isa, dazu eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Die Tage schleppen sich dahin, man wartet auf die kuehlende Abenderfrischung, die mit dem Untergang der Sonne eintritt. Ahhhhhhh. Der Pool war unsere Heimat. Ziemlich angekotzt vom Wetter haben wir uns Richtung Three Ways, der T-Kreuzung, an der man entweder Richtung Sueden oder in den Norden weiterreist, aufgemacht. Die Fahrt ist dann auch unglaublich eintoenig, was aber einfach in der Natur der Sache liegt. 700 km gradeaus durch die totale Steppe, garniert hoechstens mit toten Kuehen und Kangaroos, sind einfach nicht spannend, egal wie man es dreht und wendet. Trotzdem, gesehen haben muss man den Outback einfach. Irgendwie total faszinierend, unberuehrt und weit. Nicht annaehernd so gefaehrlich wie man es vermutet haette. Jedem, der sich auf den Weg macht, kann man nur einen Tip geben. Nehmt genug Wasser (trinken = gut) und, vor allem, viel Sprit mit, gerne in zusaetzlichen Behaeltern. Warum? DSC02220 Weil die Spritpreise im Outback einfach unglaublich unverschaemt sind. In den Staedten der Ostkueste zahlt man, nur mal so zum Vergleich, um die 1.20 $ / Liter, unser trauriger Rekord waren 1.79 $ im Roadhouse Barkley Homestaed. Tanken macht dann einfach keinen Spass mehr. Aber, da muss man wohl durch. Nach knapp 4 Wochen im Outback haben wir uns dann schliesslcih in Tennant Creek (suedlich von Three Ways) gefragt, ob es uns wirklich wichtig ist, Darwin in dieser Hitze zu erreichen, oder ob wir einfach Richtung Sueden reisen sollen. Die Entscheidung fiel nicht leicht, wir haben sie trotzdem getroffen. Wir fahren Richtung Sueden, haben Regs Mums Flug umgebucht und werden sie in Adelaide ins Flugzeug setzen. Damit werden wir Anfang Oktober wieder im kuehleren Sueden sein und uns des Fruehlings erfreuen. Mit angenehmeren Temperaturen. Yeah! Wir freuen uns!

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Burning hell

FeuerFeuerrrr!Australien ist sicher. Meistens jedenfalls. Wir ignorieren grade bewusst alle toedlichen Tierarten und konzentrieren uns auf den gewoehnlichen Alltag in Down Under. Leben ist hier genauso einfach wie ueberall, von einem halbwegs demokratischen Land ausgehend. Das bezieht uebrigens auch bewusst Deutschland mit ein. Allerdings warten hier andere Gefahren auf den unbedarften Reisenden. Eine dieser Gefahren ist, oft und gerne im Zusammenhang vieler Ungluecke erwaehnt, Feuer! Dies ist die, gluecklicherweise glimpfliche, Zusammenfassung eines anfangs ruhigen Abends. Die Protagonisten (Wir) sitzen relativ gemuetlich und, in Anbetracht der fortschreitenden Zeit, etwas muede in ihren Stuehlen, als Regs Mum dezent darauf hinweist, dass, in knapp 50 Meter Entfernung, Teile des Campingplatzes in Feuer stehen. Tada! Traditionell sind solche Aussagen eher mit Misstrauen zu begegnen, in diesem Fall nahmen wir sie ernst. Unsere kleine Zeltstadt lag relativ beschaulich am, wie kundige Ortsansaessige vermerkten, bis Weihnachten trockenen Fluesschen, und zusaetzlich kaum einen Steinwurf weg vom Feuer. Schliesslich passierte alles sehr schnell und aeusserst organisiert. Regs Mum hielt bis auf weiteres die Position, tief eingesackt im Campingstuhl des Vertrauens und irgendwie ueberrascht durch die eigene Aussage. Reg+Sme hingegen spurteten in Richtung des Infernos, sich einen Blick direkt am Ort des Feuerwehr!!!! Rescue!!Helden rauschen anGeschehens machend. Die Ereignisse ueberschlugen sich. Reg schreit “Ich informieren den Landlord!” und verschwand in Richtung Office, Sme erwidert “Ich rette die Handtuecher und die Zelte”. Ein wilder Spurt in unterschiedliche Richtungen trennt beide. Sme rettet die Handtuecher waehrend Regs Mum den Wein im Wagen verstaut und auf die zuegige Evakuierung wartet, die nicht eintritt. Dann: Sme spurtet zum Feuerloescher, schaetzt die Sitaution richtig ein und laesst ihn mangels Performance, schlicht und einfach, haengen. Manchmal hat man keine Chance, manche Feuer sind einfach zu gross. Die Aussage steht, gescheiterte Helden reden sich immer raus. Reg hingegen hat den Landlord vom, vermutlich wohlverdienten, Abendessen getrennt und sprintet im Duo Richtung Ort des Geschehens. Waehrenddessen schlagen die Flammen hoeher, der Brandherd breitet sich rasant aus. Vor 2 Minuten einem kleinen Lagerfeuer gleich, brennt nun eine ansehnliche Flaeche des Hanges. Andere Camper rufen die Feuerwehr, Sme begleitet mit einem Ohr ein Telefonat. Die Hotline: “…von wo rufen sie an? Nein, nein, welcher Staat?”…”Aehm, Queensland?”…”Moment, ich verbinde…!” Fantastisch. Besser koennte es in Deutschland auch nicht laufen. Egal, der Landlord kommt schliesslich an, sichtlich irritiert und doch gut organisiert. Australier haben, vermutlich im Fall der meisten Katastrophen, die Ruhe weg. Helden bei der ArbeitAutoEin Geistesblitz hat ihn im vollen Lauf veranlasst, einen Wasserschlach zu greifen und diesen, zur Rettung aller Gaeste des Platzes, schliesslich und endlich, ins Feuer zu halten. Dies geschieht in kuerzester Zeit und trotzdem, im Nachhinein, irgendwie in Zeitlupe. Spannung regiert die Situation, alle Augen sind auf den Landlord gerichtet. Wasser spritzt ins Gebuesch, einer billigen Filmszene gleich. Der Akteur wirkt in seinem Nachthemd unglaublich komisch und doch souveraen. Denjenigen, der den Schlauch haelt, stilisiert man gerne zum Helden. So auch wir. Anfangs. Bis klar wurde, dass manches Feuer doch nicht so einfach zu loeschen ist. So auch dieses. Erfahrung und, vor allem, ein verdammt dicker Schlauch, waere noetiger als alles andere. Aktionismus und die Faehigkeit eines, bestenfalls hobbymaessigen, Amateurfeuerwehrmanns sind immer schoen anzusehen, benoetigt waren hier aber Profis. Und 3 Minuten nach dem holprigen Anruf erscheinen sie: “Queensland Fire + Rescue”, die Helden der Stunde, die faehigsten der Faehigen. Sie sind da! Von weitem hoert man sie anrasen, Blaulicht, Sirene, quietschender Stop. Fuer die Gefahr geborene Helden springen vom Wagen, die Rettung beginnt. Wir freuen uns. Danach geht alles ganz schnell. Profis bei der Arbeit zu beobachten ist eine Wonne, gekonnt wird der Wasserstrahl grossflaechig auf den Brand gelenkt, geschulte Augen beobachten den Funkenflug und nach …….!…kuerzester Zeit ist alles vorbei. Wir sind gerettet! Die Gefahr ist gebannt, Glueckseligkeit und Freude stellt sich ein. Die Feuerwehrmaenner und Frauen hingegen bleiben gelassen. Ein Feuer unter vielen, eine Eintagsfliege im harten Alltag, nichts Besonderes und vielleicht doch, am Ende der getanen Arbeit, ein schoenes, erfolgreiches Gefuehl? Wir werden es nie erfahren. Genauso schnell wie sie anrauschten, verlassen uns die guten Seelen, die Retter, die Unterbezahlten, die Mittelklasseheros wieder. Dank ist nicht ihr Antrieb…Feuer will bekaempft sein. So einfach ist das. Wir bedanken uns virtuell und sacken wieder in die Campingstuehle. Wahnsinn. Wenn ich gross bin, werde ich auch Feuerwehrmann…oder so.

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Verlieren, aber richtig

Blick vom Roadhouse…Manchmal kommt alles ganz anders als man denkt: Ca. 44.000 v. Chr. besiedeln Aborigines Australien. 8000 v. Chr. trennt sich, auf wunderbare Weise,  Tasmanien von Australien ab. Im Jahr 1600 kommen Hollaender in Westaustralien + Cape York an und finden Australien relativ aetzend. Trotzdem kartografieren sie die Westkueste und reisen ziemlich unbegeistert ab. 1770 ist Captain Cook am Start und findet die Ostkueste Australiens sehr gelungen. Man behaelt das Land erstmal, pro forma. Die Franzosen kommen 20 Minuten spaeter an und reisen gezwungenermassen ab. Boef! 1788 besiedeln die ersten Strafgefangenen Sydney Harbour. Dann kommts: 1861 scheitern Burke und Wills beim Versuch Australien zu durchqueren und sterben jaemmerlich in der Wildnis. Nicht, dass sie es nicht ernsthaft versucht haetten. Sie haben! Doch, wie so oft im Leben, klappts halt manchmal einfach nicht. In Gedenken an die gescheiterten Helden, erinnert das Burke&Wills Roadhouse, ziemlich genau mittig auf dem Weg zwischen Normanton und Cluncurry an ihren Versuch. Nicht viel mehr als eine Tankstelle im Nirgendwo, ist es doch der ideale Ort um einfach mal anzuhalten und die Beine zu vertreten. Vor allem deswegen, weil auf dem Weg dorthin nicht viel mehr als Outback, To be or not to beRoadtrainNiemandsland, schlechte Strasse und ein bisschen Vegatation ist. Mehr aber nicht. Wir zaehlten 4 Autos auf dem Weg dorthin, auf immerhin 200 km am Stueck. Anders ausgedrueckt: Das Burke&Wills Roadhouse kann noch so einsam irgendwo in der Pampa liegen…wer in diese Richtung faehrt, wird dort halten. Weil es ist das einzige Zeichen irgendeines Lebens mitten im Nichts ist. Wahnsinn. Die Strasse dorthin ist relativ gediegen, oft zweispurig und meistens frei von irgendwelchen Kuehen und anderem grossen Getier. Trotzdem, der Weg ist spannend! Merke: Roadtrains, vor allem im Format “Oversize”, sollte man aus dem Weg gehen, sie sind einfach staerker, sollte man es drauf anlegen. Wer ausserdem glaubt, ein bisschen Radioempfang koennte die Fahrt versuessen, liegt falsch. Keine Zivilisation, kein Radio. So einfach ist das. Im Roadhouse selbst gibt es nichts von Belang, der Kaffee (Instant, zum selbstanruehren) kostet dafuer nur 1 $. Top! Tanken geht auch locker von der Hand, der Tankwart im hohen Rentenalter hilft gerne. Das wars. Wir reisen weiter. Vor uns liegt genau dasselbe, naemlich Nichts, Niemandsland, Steppe, einzelne Baueme, einige Greifvoegel und viel mehr nicht. Aber, wer Glueck hat, sieht einen Bunyip. Zwar wurde das letzte Bunyip 1850 amtlich Mount Isas KumpelCloncurryvermerkt gesichtet, das heisst aber nicht, dass es nicht mehr existiert, geschweige denn niemals existiert hat. Vielleicht versteckt es sich einfach nur verdammt gut. Info des Tages: Ein Bunyip ist ein zotteliges, einaeugiges Monster, dass sich gerne an Fluessen und Seen herumtreibt. Weisse Siedler haben es in ferner Zeit oefter mal gesehen, urspruenglich ist es ein Wassergeist der Aborigines, der in vielen Schoepfungsmythen vorkommt und dort offensichtlich den Weg in die realitaet geschafft hat.  Heutzutage taucht der Bunyip oft in australischen Kinderbuechern auf…er frisst wohl am liebsten kleine Kinder, die sich nachts aus dem Bett schleichen. Scheusslich, und doch moeglicherweise wahr. Auch wenn wir uns wirklich angestrengt haben eins, oder ein ganzes Rudel zu entdecken, nein, wir haben keins gefunden.

Wie dem auch sei, die Strasse vom Burke&Wills Roadhouse endet in Cloncurry, einem netten, aber unbedeutenden Staedtchen, 120 km vor dem Minenoertchen Mount Isa, wo wir uns jetzt grade befinden. 20.000 Menschen leben hier und freuen sich ueber jeden Tag, an dem kein Bunyip ihren Weg kreuzt.

HeissssssEin weiteres Problem hat sich auf dem Weg nach Mount Isa herauskristalisiert. Vielleicht haben wir die Tragweite der Problematik nicht richtig eingeschaetzt, als wir uns auf kuehste Weise, die Wetterlage voellig ignorierend, auf den Weg in die Mitte Australiens gewagt haben: Es ist waermer, als angenommen. Vielleicht ist ‘warm’ auch nicht der richtige Ausdruck. Es ist heiss, heiss, HEISS!!! Nicht so, wie man es aus dem “Sommer” Deutschlands einst kannte. Nein, es ist verdammt heiss, und, es ist erst der Anfang, da im Moment grade Fruehling herscht. Uns Mitteleuropaeern macht die Hitze definitiv mehr aus, als angenommen. Ab Mittags kann man einfach nur mit haengender Zunge reglos herumsitzen, wartend auf dem Abend und der damit einkehrenden Kuehle. Vielleicht gewoehnen wir uns noch daran, vielleicht auch nicht. Highlight des Tages ist leider zurzeit der Besuch im klimatisierten Shopingcenter. Komisch, das hier grade geschrieben zu lesen…

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Savannah Way, Cairns –> Karumba

AthertonWhere are weDie Aussenstellen der Zivilisation in Australien zu verlassen geht immer sehr schnell. Knapp 6 Monate nach unsere Ankunft und rund 10.000 gefahrerenen Kilometern spaeter, verlassen wir die Ostkueste. Irgendwie muss es ja weiter gehen und unser Trip geht jetzt Richtung Darwin. 3000 km von Cairns entfernt, durch Outback, Einoede und das pure und wahre Nichts. Alle Wege fuehren nach Rom, einige wenige nach Darwin. Wir waehlen fuer den Start den Savannah Way, eine “Developmental Road”, der seinem Namen alle Ehre macht und uns zuerst einmal nach Atherton bringt. Gelegen auf den Tablelands, der Bergkette hinter der Kueste, erfreut es vor allem erstmal mit einem Hoehenanstieg von knapp 1000 Metern. Eine windige Strasse bringt uns nach einer Stunde zum Ziel. Das Hochland ist ein krasser Gegensatz zum gewohnten Kuestenbild…fruchtbar, feucht, leichter Topas!!!Developmental RoadRegenwald und vor allem, etwas kaelter. Die Gegend ist sehr schoen, wenn man die Eifel kennt, wird man sich hier direkt wohl fuehlen. Wir bleiben nicht lange, da wir weiter wollen. Der Outback ruft und wir folgen. Am naechsten Tag geht es rund 350 km weiter Richtung Mount Surprise, ein 64 Seelendorf, in dem wir froehlich und ein wenig erschoepft wieder mal nach wertvollen Steinen schuerfen. Der Eimer Dreck kostet hier nur 7 $ und wir finden tatsaechlich wieder etwas: Diesmal gibt es Topas. Schoene, klare Steine, die man diesmal nicht durch auswaschen findet, sondern praktisch einfach so. An der glatten Oberflaeche bleibt kein Dreck haengen und so sehen die gefundenen Steine (gefunden im Wert von 15 $) so aus, als ob der Hausherr der Schuerfstaette sie einfach im Eimern plaziert haette. Hat er nach eigenem Bekunden aber nicht. Spannend.

Georgetown, nochmal 100 km weiter, ist der Ort der Wahl, wenn es um Uebernachtungsmoeglichkeiten geht. 300 Menschen fristen hier einem sehr abgeschiedenen Dasein und begluecken die Reisenden mit nicht viel mehr als einer Einkaufmoeglichkeit, einer Tankstelle, einem Pub und 2 Caravanparks. Wir bleiben ueber Nacht und freuen uns, es endlich wieder nachts warm zu haben. Am Abend ein In Richtung KarumbaRoad TrainsHighlight: Ein deutsche Reisegruppe von 18 Leuten, verteilt auf 2 Autos (!) faellt ein und bittet um ein Nachtlager. Dermassen schlecht organisiert, ohne Lebensmittel und Licht, dass sich der Campingplatzbesitzer genoetigt sah, die Polizei einzuschalten. Vor allem, weil 9 Leute pro Auto doch ein bisschen viel ist. Mmh, wuerde mich mal interessieren, wie sie da wieder weg kommen. Der naechste Morgen schmeisst uns gegen 07.00 Uhr aus dem Bett und wir reisen Richtung Karumba, ein “Geheimtip” auf dem Savanah Way, direkt am “Gulf of Carpenteria”. Hier gibt es auch nicht viel mehr als ein paar Shops und trotzdem ist es irgendwie schoen, Zivilisation und Menschenhorden (haha) hinter sich zu lassen. Langsam begreift man, warum Australien so faszinierend ist. Innerhalb kuerzester Zeit kann man sich von einem einigermassen gutausgebauten Oertchen in das totale Nichts begeben. Und das sind wir grade. Am Arsch der Welt. Nun aber wirklich. Karumba ist sicherlich nicht soviel Geheimtip, wie man es erzaehlt bekommen hat, isgesamt ist es aber trotzdem gut hier zu sein. Vor allem, weil es einfach schoen ruhig und mitten in der Natur ist. Ach ja, und wieder mal am Meer. Unser Campingplatz liegt zusaetzlich so nah am Outback, dass Kangoroos, Froesche und allerlei anderes Getier nachts ums Zelt rumspringen, was definitiv angenehmer ist, als alles, was einem waehrend der Fahrt vor den Wagen springen moechte. Krokodile!!!Shops, hahahaaaaaaaKangaroos sind nachtaktiv und somit tagsueber nicht so schrecklich gefaehrlich. Kuehe standen dafuer auf dem gesamten Weg praktisch hinter jeder Kuppe und warteten nur darauf umgefahren zu werden. Und wenn ich eins wirklich nicht vorhab, dann ist es eine 800 kg Kuh auf der Windschutzscheibe mitzuschleifen. Bislang hat es auch geklappt.

Ach ja, wir haben selbstverstaendlich keinen Handyempfang und werden vermutlich Donnerstag in Mount Isa erst wieder welchen haben. Also, liebe Familie und Freunde, keine Angst, wir leben noch, auch wenn ihr uns nicht erreichen koennt.

Viele Gruesse aus dem Nichts, Euer Wir.

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Gruppendynamisches Schnorchelerlebnis, inkl. Beautycontest

…FischeNachdem wir im Norden hinter Cairns festgestellt haben, dass Schnorcheln dort einfach unglaublich teuer ist, haben wir uns dazu hinreissen lassen, zurueck nach Cairns zu reisen. Irgendwie sowieso auf dem Weg Richtung Westen gelegen (hae?), war das die einzige sinnvolle Entscheidung. Cairns to be, wieder mal. Jedem, der Australien bereist hat, wird aufgefallen sein, dass es das Great Barrier Reef gibt. Unglaublich lang, schoen und so dermassen im Weg, dass man ab Brisbane praktisch nicht mehr richtig surfen kann, weil es weit draussen im Meer die Wellen bricht und diese somit einfach nicht mehr so wunderbar am Strand anrollen. Das Hassobjekt aller Surfer sozusagen. Wir wollten dort Schnorcheln und haben uns auf die Suche nach einem Anbieter dieser sogenannten Touristentagesausfluege gemacht. Die zahllosen Infoschalter in Cairns haben wir bisher weitlaeufig gemieden, jetzt gab es keine andere Moeglichkeit mehr. Reg stuerzte sich todesmutig ins Getuemmel und fand bei einer netten Asiatin ein preistechnisch sehr ansprechendes Angebot: Den ganzen Tag mit einem huebschen Schiff auf dem Wasser, Schnorcheln an 2 verschiedenen Lokationen, Mittagessen und abends ein Glas Wein mit Kaese. Preis: 60 $ / Person. Ok! Beim buchen gibt es den ersten Schock, die Riffgebuehr kostet nochmal 15 $, kein Problem, die nette Damen gibt uns laechelnd einen grosszuegigen Discount und wir kommen somit auf 63 $, prima. An DeckDas SchiffGesagt, gebucht. Wir wundern uns trotzdem, ob es weitere Haken gibt. Abwarten. Freitags morgen geht’s los, das Schiff faehrt um 8 Uhr ab. Als wir kurz vorher einchecken, sind wir nicht alleine. Rund 70 andere Traveller, Reisende und Urlauber quetschen sich bereits auf allen Decks. Wir freuen uns trotzdem, ergattern, fuer den Start, einen schoene Platz drinnen und geniessen den Start der Reise. 2 Stunden dauert die Fahrt bis zum ersten Schnorchelspot, wir trinken Kaffee, rauchen viel und werden ein wenig nervoes. Schliesslich hat man uns in der Vergangenheit vor jeder Art von Wasserkontakt gewarnt.

Die Fahrt ist dann auch sehr relaxed, die Maedchen sonnen sich und verfallen direkt in den Wettbewerbsmodus um die Gunst der meisten Blicke. Schoenheit ist immer geschmacksache, ich konzentriere mich lieber aufs wesentliche. Das Rennen um die groessten Brueste ist schnell entschieden. Miss “Brauner-Bikini-mitten-auf-dem-Deck-liegend” hat gewonnen. Viel Silikon hat geholfen, spannend ist jetzt, ob das als Rettungsring benutzt werden kann. Wir werden sehen.

BeautycontestIm WasserGruppendynamisch sind diese Tourireisen immer sehr interessant, man versucht sich schnell mit den Leuten zu arangieren, die einem sympatisch sind und kommt dann auch sehr schnell ins Gespraech. Die anderen Teilnehmer werden bis auf weiteres ignoriert. Ega, die Crew gibt nach einer halben Stunde auf See ein Sicherheitsbriefing und verkuendet, dass wir uns keine Sorgen machen muessen. Sie rechnen nicht damit, dass das Schiff untergeht, falls doch wuerde es der schoenste Untergang unseres Lebens werden. Bier wird zuerst geretten, dann die huebschen Frauen und ganz zum Schlus die Knaben. Die Ansprache war tatsaechlich recht lustig, irgendwie stellt sich schnell ein wohliges Gefuehl ein, wenn die Crew Spass hat und den verbreitet.

Das erste Riff ist schnell erreicht, erste Konflikte unfreundlicher Teilnehmer belustigt verfolgt und dann geht’s auch schon los. 40 km vor der Kueste schmeissen sich die ersten Schnorchelfreunde ins Meer. Gewagt, gewagt. Meiner Meinung nach sollte es hier Riffhaie, Krokodile, Rochen, giftige Fisch, Seeschlangen und den herumgeisternden Kaptain Ahab geben, aber, wenn interessierts? Wenn alle ins Wasser springen, mach ichs auch. Zaeck! Ein Lemming unter vielen. Nachdem der erste Kaelteschock vorbei ist und ich wegen der Wellen in kurzer Abfolge durch den Schnorchel Salzwasser inhaliert habe, geht es besser. Nach einigen geschickten Schwimmzuegen erreiche ich das Riff und kann in voller Farbenpracht geniessen, was schon auf den Bildern wunderschoen aussah. Das Great Barrier Reef und seine phantastische Farbenpracht. Und, es ist wirklich schoen. Was ein Erlebnis! Ich fassse das Gefuehl nochmal zusammen: Reichlich Kilomter Captain M.Crew at its bestvor der Kueste treibe ich mit dem Arsch kurz unter der Wasserobeflaeche und dem Gesicht Richtung Riff im Meer. Fische schwimmen an mir vorbei, Korallen warten darauf begutachtet zu werden und Klippen wollen umschwommen sein. Wahnsinn. Nach 1 Stunde, mittlerweile gut durchgekuehl, erklingt die Pfeife der Crew und wir muessen zurueck an Bord. Nach dem abzaehlen und der totalen Zufriedenheit des Erlebten geht’s weiter. Das naechste Riff wartet schon, wie jeden Tag. Wir erreichen es schnell, ein weiterer Sprung ins kuehle Nass endet im selben, wunderschoenen Gefuehl: Freiheit und Glueck. Irgendwann ist hier auch hier die Zeit um. Wir reisen zurueck nach Cairns, gluecklich, ausgepowert und total zufrieden, dass wir wirklich Schnorcheln waren. Der gut-aussehen-Contest an Deck geht in die letzte Runde, der Sieger ist immer noch ungewiss. Ich stehe an Deck, trinke mein Glas Wein und erfreue mich an einer weiteren selbstgedrehten Zigarette.

Das Fazit ist klar: Es war ein extrem schoener Tag auf dem Meer, das Geld war sehr gut investiert und, da wir die Ostkueste nun verlassen werden, ein perfekter Absschluss dieses Teils Australiens. Fest steht, zum Great Barrier Reef kommen wir wieder. Irgendwann bestimmt. Ach ja, die Bilder der Unterwasserkamera reichen wir nach, sobald wir sie digitalisiert haben. Bis spaeter, Ciao, Tschuess und Goodbye. Wir!

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Gefaehrliches Wasser…

……Australiens Hauptproblem ist komischerweise Wasser. Obwohl es rundherum reichlich davon gibt, ist es in vielen Ballungsgebieten nur sehr knapp vorhanden. Vor allem an der dicht besiedelten Kueste rund um Brisbane fiel es extrem auf. Schilder, die dezent, aber deutlich, darauf hinweisen, dass jeder, der laenger als 3 Minuten duscht, eigentlich erschossen gehoert. Einige Campingplaetze bitten um Mithilfe und fordern dazu auf Langduscher zu denunzieren. Die letzten Jahre waren offensichtlich so wahnsinnig trocken, dass es vielerorts mittlerweile zu ernsthaften Problemen fuehrt. Brisbane zum Beispiel hat echte Probleme, die Stadt ist aeusserst trocken und zurzeit brauchte man eine Genehmigung der Stadt, wenn man den Rasenstreifen vor seinem Geschaeft vor dem sicheren Verbrennungstod retten moechte und waessern will. Ohne Genehmigung ist es streng verboten und wird mit hohen Strafen verfolgt. Ist also vermutlich noch schlimmer, als Raubkopien herzustellen. Andere Laender, andere Sitten.

……Aber, wenn man schlicht und einfach vomn der gesamten Problemtaik absieht und sich wieder, wie es sich fuer echte Traveller gehoert, auf seine Kernkompetenz – naemlich am Strand rumliegen – konzentriert, faellt auf, dass es ziemliche Unterschiede bei der Qualitaet der Straende und der Art, wie man im Meer umkommen kann, gibt. Waehrend im Sueden eher Haieattacken und starke Stroemungen den unerfahrenen Reisenden in seine Grenzen weist, bietet der Norden der Ostkueste noch ein paar ganz andere Besonderheiten, die vom Local in jedem beliebigen Kuestenort gerne zum Besten gegeben werden. Die kompletteste Zusammenfassung der Gefahren habe ich heute in einem kleinen Take-Away – Laden gehoert, als ich fragte, ob es ungefaehrlich sei schwimmen zu gehen. Die Frage reizt scheinbar jeden Australier und seine Antwort wird dementsprechend umfangreich ausfallen. Also, wir befinden uns am Newell Beach, 4 km hinter Mossman, was wiederum knapp 20 km von Port Douglas entfernt liegt und wieder als Aussenposten der Zivilisation bezeichnet werden kann. Newell Beach naemlich ist am Arsch der Welt. Die Frage ob das Schwimmen im Meer ungefaehrlich ist, wird jeder befragte Australier aufgrund ziemlich bescheuerter Gesetzte immer mit einem klaren ……“NEIN” beantworten. Tatsaechlich ist ein Gesetz so anwendbar, dass wenn ich ein “Ja” auf dieselbe Frage bekaeme und daraufhin im Wasser umkaeme, meine Hinterbliebenen den Beantworter der Frage schlicht und einfach in den Ruim klagen koennten. Die Begruendung ist dabei einfach: Er hat behauptet, es sei sicher, also uebernahm er Verantwortung fuer mich. In Deutschland zum Glueck undenkbar. Die Leutchen sollen ruhig weiterhin fuer sich selbst denken. Zurueck zu meiner Frage am Newell Beach…die Antwort der netten, rundlichen Dame im Shop war: “Schwimmen in Newell ist sicherlich nicht so gefaehrlich wie andersowo, wenn man mal davon absieht, dass Steve Irvine [der Crocodile - Irvine] letztes Jahr auf dem Weg zur Insel dort drueben [zeigend] von einem Rochen aufgespiesst wurde und starb. Die Salties [Salzwasserkrokodile] tummeln sich hier am Strand und versuchen von einem Fluss zum naechsten zu kommen, ausserdem ist die Stroemung relativ stark und zieht Richtung der unter der Wasseroberflaeche liegenden Riffe hin. Zurzeit gibt es zwar keine Stinger [toedliche Quallen], aber man weis ja nie. Die Saison faengt ……schliesslich bald an. Naja, und denk bitte an die Seeschlangen, die hier oefters auftauchen. Insgesamt kann ich nur davon abraten, hier schwimmen zu gehen, andererseits gibt es einige Locals [wahnsinnige Ortsansaessige], die regelmaessig schwimmen gehen.” Die Antwort sass. Auf meine naechste Frage, ob sie ab und an mal die Fuesse ins Wasser stecken wuerde, schaute sie mich nur laechelnd an und sagte “Nein, nie, ich bin doch nicht verrueckt.” Gut, dann nicht. Meine Idee, schimmen zu gehen habe ich begraben und sass eine weitere halbe Stunde im Sand, vorbereitet, jederzeit von irgendeinem toedlichen Tier umgebracht zu werden. Der Strand sah vorher eigentlich ganz nett aus, nach dem Gespraech hatte er irgendwie ein bisschen seiner Leichtigkeit verloren. Komisch. Viel Spass jedem, der ins Wasser geht…im Sueden ist es recht unproblematisch, Haie hin oder her. Im Norden rate ich allerdings dringend, einfach mal ein paar Locals zu fragen. Danach hat man meist eh keine Lust mehr, dafuer wieder ein paar nette Geschichten auf Lager…;-)

Ach ja, Kangaroos sind meistens ungefaehrlich…

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